Gut Zähne putzen soll ausreichen: Krankenkassenchef möchte Zahnbehandlungen nicht mehr zahlen
Um das Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bekämpfen, stellt der Chef der IKK-Kasse drei Forderungen auf. Er will unter anderem Zahnbehandlungen nicht mehr zahlen. Minister Lauterbach erteilt solchen Überlegungen sofort eine deutliche Absage.
In der gesetzlichen Krankenversicherung ist ein milliardenschweres Defizit vorhanden. Allein für 2023 wird ein Minus von 17 Milliarden Euro erwartet. Trotz aller bereits getroffenen Maßnahmen ist den Verantwortlichen um Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach klar: Es muss auch in Zukunft weiter etwas getan werden. Nur was? Um das Minus zu bekämpfen, gibt es mehrere Möglichkeiten, von denen manche extrem unpopulär sind. Dazu gehören vor allem Leistungskürzungen, denn sie treffen die Versicherten. Eben solche Leistungskürzen bringt jedoch Ralf Hermes, Chef der gesetzlichen IKK-Innovationskasse, im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ ins Spiel. Besonders seine Forderung, die zahnärztliche Versorgung aus dem Leistungskatalog zu streichen, sorgt für Aufsehen. Von Lauterbach folgt prompt eine Absage.
Quelle: n-tv.de
